HAGENBECK-SCHULE

LERNSCHWERPUNKT BIOLOGISCHE VIELFALT

Kann man mit einer »Lochkamera« fotografieren?

Ja, das geht, wie wir in einem Projekt nachgewiesen haben. Zu Beginn des Projektes wurde aus dem Vorbereitungsraum Physik eine Dunkelkammer.

An schon existierenden Lochkameras wurden anschließend die Eigenschaften für unsere künftigen »Fotoapparate« untersucht. Es zeigte sich, dass wir wirklich lichtdichte Kisten mit extrem kleinen Lochblenden bauen müssen, wenn wir scharfe Bilder erhalten wollen. Aus Verpackungspappe wurden dann nach Bauvorlagen die Kameras gebaut. Für die Lochblende wurde Alufolie ganz fein mit einem Zirkel durchstochen. Als Verschluss diente eine herausschiebbare Pappe.

Jetzt konnten die ersten Fotoversuche starten. Im Dunkeln wurden die Kameras mit unbelichtetem Fotopapier geladen und wieder verschlossen. Dann raus, Objekt suchen, Helligkeit abschätzen und nach Gefühl belichten. Dabei aufpassen, dass die Kamera sicher steht und nicht wackelt. Nach einer Belichtungszeit zwischen 1 und 2 Minuten den Verschluss schließen und dann ab in die Dunkelkammer  zum Entwickeln.

Es ist schon wahnsinnig spannend, wenn dann nach verschiedenen Versuchen das erste Mal im Entwicklerbad aus dem Nichts ein Negativbild auf dem Fotopapier erscheint. Schnell noch das Bild in das Stopperbad und dann in das Fixierbad. Nach dem ausgiebigen Wässern wird das Bild getrocknet.

Die aufwendige Entwicklung über Kontaktabzüge zum Positivbild haben wir übersprungen. Ein Scanner und eine gute Bildbearbeitungssoftware erledigt das in einem Bruchteil der Zeit. Dann doch besser raus und die Zeit nutzen und neue Fotos mit der Pappschachtel machen… Wir denken, unsere Ergebnisse können sich sehen lassen.

p.s. Die gewölbten Bilder entstehen, wenn man eine Kaffeedose zu einer Lochkamera umbaut. Die Bauzeit für eine Lochkamera beträgt etwa 20 Minuten. (jh)

INFO: Dieses Projekt wurde von der AG LOCHKAMERA durchgeführt, die unser Physiklehrer Herr Holtschke leitet.