HAGENBECK-SCHULE

LERNSCHWERPUNKT BIOLOGISCHE VIELFALT

Das Vivarium der Hagenbeck-Schule

In unserem Vivarium wollen wir die Tiere in großen und naturnah gestalteten Aquarien, Terrarien und Gehegen halten. Einerseits um die Tiere artgerecht pflegen zu können und anderseits soll es Spaß machen in die der Natur nachempfundenen Vivarien hineinzuschauen.

Beispielhaft erfüllen wir diese Anforderungen durch ein 5 m langes Terrarium für Mongolische Rennmäuse. In diesem Terrarium haben die Rennmäuse die Möglichkeit über Sandflächen zu flitzen, im Sand zu baden, an künstlichen Felswänden zu klettern und im Boden Gänge und Nester anzulegen. Dieses Terrarium, das von Schülerinnen und Schülern der 8. Klasse unter Anleitung von den Künstlern Folke Köbberling und Rob Vrijen gebaut wurde, nennen wir das »Diorama der biologischen Vielfalt«. Es ist im Rahmen des Programms »Kulturagenten für kreative Schulen« entstanden und enthält außerdem Kunstwerke unserer Schülerinnen und Schüler, die mit künstlerischer Begleitung durch Joachim Hamster Damm gestaltet wurden.

Darüber hinaus sind in unserem Vivarium verschiedene Arten von Amphibien, Reptilien und wirbellosen Tiere zu sehen. Spannend ist es, das Chamäleon beim Zungenschuss zu beobachten oder seinen Farbwechsel zu erleben, wenn es im Spiegel einen vermeintlichen Gegner erblickt. Boris, die Bartagame, springt flott von seinem Kletterast und rennt aufgeregt an der Scheibe auf und ab, wenn er die Plastikdose mit seinem Lieblingsfutter in der Hand der Schüler erkennt. Und wer sich traut, kann herausfinden, wie sich eine mexikanische Königsnatter anfühlt.

Lurche sind bei uns z. B. durch einen australischen Korallenfinger-Laubfrosch und asiatische Krokodilmolche vertreten. Besonders exotisch wirken die Blindwühlen. Sie sind wurmartige und unter Wasser lebende Amphibien, die aus den südamerikanischen Tropen stammen.

Vivarium a la Hagenbeck?

Carl Hagenbeck, der Namenspatron unserer Schule, gilt als der  Begründer der modernen naturnahen Tierhaltung. Hagenbecks Gehege, die Vorbild für alle modernen Tiergärten wurden, waren zum einen naturnah gestaltet und zum anderen gaben sie den gehaltenen Tieren deutlich mehr Raum, als dies in den zuvor oft verwendeten Käfigen oder »Zwingern« der Fall war. Der Zoobesucher sollte den Eindruck haben, die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung bei ihrem natürlichen Verhalten zu beobachten. Durch die Betonung dieser beiden Aspekte - attraktive naturnahe Gestaltung und überdurchschnittlich viel Raum für die gehaltenen Tiere - wollen wir mit unserem Vivarium den Bezug zu den Ideen von Carl Hagenbeck herstellen. (hh)

Bildnis zu Ehren Carl Hagenbecks.